Datenschutz ist ein Wort, dass zur Zeit überall zu hören ist. Ob in den Datenschutzerklärungen, die auf jeder Website aufpoppen oder in unzähligen Diskussionen in denen vor der Datensammelwut verschiedener Unternehmen gewarnt wird.

Doch weshalb solltest du deine Daten überhaupt schützen? Geht doch nur um Werbung?

Der Grundgedanke mag stimmen, doch prinzipiell ist das nur ein kleiner Aspekt.

Auf der einen Seite gibt es Daten, die du selbst und freiwillig preisgibst und auf der anderen Seite Daten, die von verschiedenen Unternehmen aufgrund von deinem Surfverhalten und deinen Bewegungen getrackt werden. 

Cookies sind nicht nur Kekse, sondern auch kleine Textdateien, die auf den meisten Seiten speichern wie du dich verhältst. Damit lässt sich zum Beispiel vermeiden, dass du dich jedes Mal erneut auf einer Seite einloggen musst . Doch Cookies dienen auch dazu, dein Verhalten zu tracken um so festzustellen, welche Links du anklickst, wie lange du bestimmte Artikel liest und wie dein Surfverhalten generell aussieht.

Diese Daten zusammengerechnet ergeben ein ausführliches Profil über dich, dass dich zu einer digitalen, gläsernen Person macht.

Das erste Problem, das dabei auftritt ist, dass diese Person nur einen Teil von dir ausmacht und auch diese Tracking‐Dienste nicht frei von Fehlern sind. Abseits von deinen freiwilligen Daten kannst du nicht kontrollieren was und wie gespeichert wird und so kaum einen Einfluss auf dein Profil nehmen.

Im besten Fall bekommst du dann unpassende Werbeanzeigen angezeigt. Doch diese Daten werden in Zukunft immer öfter genutzt, um zum Beispiel Versicherungsprämien zu nutzen. So kann dich ein „falsches“ Profil teuer zu stehen kommen.

Doch auch ein funktionierendes Profil mit personalisierter Werbung kann zu einem Problem werden. So können dir mit der Zeit zum Beispiel nur noch teurere Produkte einer Kategorie angezeigt werden, um dein Kaufverhalten zu beeinflussen. Durch die dauerhafte Werbung wirst du auch zusätzlich zum Kauf von Produkten angeregt, die du gar nicht benötigen würdest.

Ein weiterer Aspekt ist, dass sich durch diese Profile auch deine Meinung subtil beeinflussen lässt.”

Ein weiterer Aspekt ist, dass sich durch diese Profile auch deine Meinung subtil beeinflussen lässt. Neben Werbungen von Produkten können so auch politische Werbungen und Artikel auf dein Profil angepasst werden, so dass du dir eine einseitige Meinung zu einem Thema bildest oder in einem Glauben bestärkt wirst, der eventuell so gar nicht stimmt.

Das klingt erst einmal alles sehr besorgniserregend, doch du kannst dich zumindest teilweise auch dagegen wehren.

In unseren Tutorials findest du zum Beispiel heraus, welche sozialen Netzwerke welche Daten speichern und wie du diese löschen kannst.

Für den Browser gibt es auch Add‐Ons wie zum Beispiel „Ghostery“, die dir zeigen welche Daten getrackt werden und das auch blockieren können.

Wenn du dich zu einem Thema informieren willst und Angst hast, dass deine Meinung dazu beeinflusst werden könnte, probiere einmal alternative Suchmaschinen wie https://​duckduckgo​.com/, die Wert auf Datenschutz legen und es erschweren personalisierte Profile anzulegen. duckduckgo ist auch für dein Smartphone erhältlich.

Prinzipiell hilft es auch sich den Gedanken im Hinterkopf zu behalten, dass alle Produkte für die du online nichts bezahlst, mit deinen Daten bezahlt werden.